Generalversammlung der FFW Baumgarten 2017

Feuerwehr Baumgarten blickt auf ereignisreiches Jahr zurück - neues Mehrzweckfahrzeug in Dienst genommen

2016 war ein Jahr mit besonderen Herausforderungen für die Feuerwehren des Landkreises. Dies gilt auch für die Aktiven der FFW Baumgarten, die insgesamt 704 Einsatzstunden und 414 Übungsstunden absolvierten. Die Berichte bei der Jahreshauptversammlung belegten, neben den Einsätzen im Katastrophengebiet im südlichen Landkreis, auch sonst zahlreiche Ereignisse und gesellschaftliche Aktivitäten.
Die Jahreshauptversammlung der FFW Baumgarten zum ereignisreichen Jahr 2016 fand wie immer im Gasthaus Veitweber in Baumgarten statt, zu der Vorstand Karl Straßl zahlreiche Feuerwehrmitglieder und etliche Ehrengäste begrüßen durfte. Nach der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder eröffnete Schriftführerin Theresa Herde den Reigen der Berichte. "Die Anzahl der 64 Termine allein zeige schon das rege Vereinsleben", sagte sie zu Recht. Weiter berichtete die Schriftführerin über die zahlreichen Beteiligungen bei weltlichen und kirchlichen Festen. Ein Höhepunkt war 2016 die Segnung des neuen Mehrzweckfahrzeuges im Rahmen des Schloßgartenfestes.
Danach berichtete Daniel Straßl als Jugendwart: Zwölf Jugendliche legten verschiedene Leistungstests ab und nahmen am Wissenstest teil. Der Höhepunkt war zu Weihnachten wieder die Friedenslichtaktion.
Vorstand Karl Straßl lobte die Arbeit des Jugendwartes und leitete zum Bericht des Leiters Atemschutz Manfred Sagmeister jun. über. 15 Atemschutzträger, darunter zwei Frauen, leisteten zahlreiche Übungsstunden auf der Atemschutzstrecke in Eggenfelden und auf der eigenen Übungsstrecke im Feuerwehrhaus ab. Positiv war, dass nur zwei Einsätze mit Atemschutz zu bestreiten waren. Atemschutzwart Manfred Sagmeister jun. zeigte sich auch erfreut über die Neuausstattung mit vier Pressluftatmern und sechs leichteren Flaschen.
Um die Finanzen der Wehr ging es im Vortrag von Kassier Hans Schnall, der in einem sehr umfangreichen Bericht die Kontoentwicklung darlegte. Da es an der Buchführung aus Sicht von Prüfer Franz Dobler nichts zu beanstanden gab, war die Entlastung der Vorstandschaft nur Formsache.
Mit Spannung erwartet wurde der Bericht von Kommandant Josef Lampl, der auf 45 aktive Feuerwehrmitglieder bauen kann. Insgesamt 44 Termine waren im vergangenen Jahr abzuleisten - 21 Übungen und 23 Einsätze. Unter den Einsätzen befanden sich 6 Hochwassereinsätze in Simbach am Inn, in Schwertling und im eigenen Gemeindebereich. "Die Mannschaftsstärke bei den Einsätzen ist gut", zeigte sich der Kommandant zufrieden. Zu den Lehrgängen erklärte er, das 36 Mitglieder an der Grundschulung für Digitalfunk teilgenommen haben. Mit großer Freude berichtete Josef Lampl dann auch noch vom neu beschafften Mehrzweckfahrzeug, das im Rahmen des Schlossgartenfestes seiner Bestimmung übergeben wurde. Ein weiterer recht erfreulicher Punkt seines Berichtes war die Aufnahme von sechs neuen Mitgliedern. Leonhard Straßl, Karin Pichlmeier und Kathrin Mitterbauer wurden in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, sowie Michaela Mitterbauer, Eva Kracher und Sebastian Sperl in die aktive Truppe der Wehr. Mit dem Dank an alle Feuerwehrmitglieder für ihren Einsatz, die Bereitschaft zur Weiterbildung und die Unterstützung durch die Gemeinde bzw. den Bürgermeister beendete Lampl seinen Bericht.

Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt gemäß der Tradition per Handschlag durch den Kommandanten, Vorstand und Jugendwart

 

In folgendem Grußwort dankte Bürgermeister Stefan Hanner der Wehr für die stete Bereitschaft, den Bürgern in Not beizustehen. Gerade deshalb seinen die Ausgaben, die jährlich für die Ausrüstung anfallen, gerechtfertigt. Als Unterstützung für die Jugend überreichte der Rathauschef dann noch einen Getränkegutschein, den er beim Bürgermeisterwettkampf im Hoffest in Adldorf gewonnen hatte. Kreisbrandinspektor Helmut Niederhauser und Kreisbrandmeister Max Kirschner würdigten ebenfalls die Leistungen der Baumgartner Wehr. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit bei der Bewältigung der Flutkatastrophe wurden den eingesetzten Feuerwehrlern das Abzeichen "Fluthelfer 2016" des Freistaats Bayern überreicht. Darüberhinaus informierten die beiden Führungskräfte über Neuigkeiten, und gaben einen Überblick über die Stand der Feuerwehr auf Landkreisebene: So war zu erfahren, daß es im gesamten Landkreis Rottal-Inn 128 Feuerwehren gibt, mit insgesamt ca. 7.000 Aktiven, davon etwa 550 Frauen. Alle Mitglieder der Feuerwehrvereine (inkl. passive und fördernde) zusammengenommen ergibt sich die stolze Zahl von ca. 18.000 engagierten Bürgern, das sind fast 1/6 der Gesamtbevölkerung des Landkreises. Die Feuerwehren rückten im Jahre 2016 landkreisweit zu über 500 Bränden aus, und boten etwa 6.000 technische Hilfeleistungen, was insgesamt fast 100.000 Einsatzstunden ergab. Als traurige Bilanz sind es zusammengenommen 28 Todesopfer, mit denen die Feuerwehrler bei den Einsätzen konfrontiert wurden (seien es Opfer durch Unfall, Brand, Suizid oder Tötungsdelikte). Wenigstens gab es auf Seiten der Einsatzkräfte keine eklatanten Unfälle oder Verletzungen zu beklagen. Die größte Herausforderung war natürlich die Hochwasserkatastrophe, wo allein am 1. Tag etwa 1.500 Notrufe zu bewältigen waren.

Die Verleihung des Abzeichens "Fluthelfer 2016" an die eingesetzten Feuerwehrkräfte

 

Vorstand Karl Straßl führte in seinem Bericht die Aktivitäten des Feuerwehr-Vereins auf. Er dankte den Mitgliedern für die Ausrichtung des Schlossgartenfestes mit Oldtimer-Ausstellung, die immer mehr Besucher anlockt. Auch der Adventsmarkt ist zu einer festen Institution geworden, und hier sprach Straßl besonders Elisabeth Urban und Xaver Lipp seinen Dank für die Organisation aus. Am Schluß der Versammlung, zu der auch Ehrenvorstand Rudolf Preisinger sowie die Ehrenmitglieder Franz Plank, Franz Schnall und Karl Neumaier begrüßt werden konnten, gab es noch eine Diskussion über die Beiträge zum Kreisfeuerwehrverband.

Die neu aufgenommenen Mitglieder (vorne, v.l.n.r.) Kathrin Mitterbauer, Michaela Mitterbauer, Leonhard Straßl, Karin Pichlmaier und Eva Kracher mit Jugendwart Daniel Straßl und Bürgermeister Stefan Hanner sowie (hinten) KBM Max Kirschner, KBI Helmut Niederhauser, Kommandant Josef Lampl und Vorstand Karl Straßl